Walking away from an explosion in slow motion erforscht die Echos lauter, plötzlicher Bewegungen: ein Aufprall, der den Körper verändert, bevor das Bewusstsein die Chance hat zu realisieren, was geschehen ist, ein Geräusch, das einen aufschrecken lässt oder viel subtiler, aber manchmal genauso schockierend: Ein Blick trifft uns und fährt uns durch Mark und Bein. Was bedeuten solche Erschütterungen für unsere Körper? Wie gehen unsere Körper mit Erfahrungen um, die sie nur schwer verarbeiten können?
In reduzierten Bildern machen die Choreografinnen die energetischen Verläufe des Nachhalls sichtbar – die verspäteten, oft inadäquaten Reaktionen auf das, was wir im Moment der Erschütterung nicht verstehen können. Sie beginnen mit dem Nachhall zu spielen, setzen ihn anders wieder zusammen und beobachten seine spukhafte Wiederkehr. So wird die Bühne zum Labor, in dem Angst in Energie umgewandelt wird. Und es entsteht ein Schutzraum, in dem ein feinsinniger Umgang mit grober Destruktionskraft erprobt werden kann.




Mit freundlicher Unterstützung: ROXY Birsfelden, Nangilima-Project und weiterer Gönnerin

Walking away from an explosion in slow motion explores the echoes of loud, sudden movements: an impact that alters the body before the mind has the chance to realize what has happened; a noise that startles us; or, much more subtly yet sometimes just as shocking: a gaze that hits us and cuts straight to the bone. What do such tremors mean for our bodies? How do our bodies deal with experiences that are difficult to process?
In reduced images, the choreographers make the energetic trajectories of aftershocks visible – the delayed, often inadequate reactions to what we cannot understand in the moment of impact. They begin to play with the aftershock, reassemble it differently, and observe its ghostly return. The stage becomes a laboratory in which fear is transformed into energy. And it becomes a protective space where a sensitive handling of crude destructive force can be tested.




© Zina Vaessen, 2026
        







© Zina Vaessen, 2019









© Zina Vaessen, 2019