Walking away from an explosion in slow motion
ein Solo von Selina Koch und Zina Vaessen
Co-Choreografie u. Produktion: Selina Koch u. Zina Vaessen,
Tanz: Selina Koch, Lichtdesign: Ingo Keil, Outside Eye: Declan Withacker Co-Production: E-WERK Freiburg (DE)
Dauer: 30 Minuten
Assistance: Ida Biegel
Kopruction: ROXY Birsfelden and E-WERK Freibu: 1
assification and instead proposes a possibility
Walking
away from an explosion in slow motion erforscht die Echos lauter, plötzlicher
Bewegungen: ein Aufprall, der den Körper verändert, bevor das Bewusstsein die
Chance hat zu realisieren, was geschehen ist, ein Geräusch, das einen
aufschrecken lässt oder viel subtiler, aber manchmal genauso schockierend:
Ein Blick trifft uns und fährt uns durch Mark und Bein. Was bedeuten solche
Erschütterungen für unsere Körper? Wie gehen unsere Körper mit Erfahrungen
um, die sie nur schwer verarbeiten können?
In reduzierten Bildern machen die
Choreografinnen die energetischen Verläufe des Nachhalls sichtbar – die
verspäteten, oft inadäquaten Reaktionen auf das, was wir im Moment der
Erschütterung nicht verstehen können. Sie beginnen mit dem Nachhall zu spielen,
setzen ihn anders wieder zusammen und beobachten seine spukhafte Wiederkehr. So
wird die Bühne zum Labor, in dem Angst in Energie umgewandelt wird. Und es
entsteht ein Schutzraum, in dem ein feinsinniger Umgang mit grober
Destruktionskraft erprobt werden kann.
Mit
freundlicher Unterstützung: ROXY Birsfelden, Nangilima-Project und weiterer
Gönnerin
Walking away from an explosion in slow motion explores the echoes of loud, sudden movements: an impact that alters
the body before the mind has the chance to realize what has happened; a
noise that startles us; or, much more subtly yet sometimes just as
shocking: a gaze that hits us and cuts straight to the bone. What do
such tremors mean for our bodies? How do our bodies deal with
experiences that are difficult to process?
In
reduced images, the choreographers make the energetic trajectories of
aftershocks visible – the delayed, often inadequate reactions to what we
cannot understand in the moment of impact. They begin to play with the
aftershock, reassemble it differently, and observe its ghostly return.
The stage becomes a laboratory in which fear is transformed into energy.
And it becomes a protective space where a sensitive handling of crude destructive force can be tested.
© Zina Vaessen, 2026
© Zina Vaessen, 2019
© Zina Vaessen, 2019